T E R M I N E
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27.Februar 2027 im Heimathaus Almrich

In Zeiten, wo man einmal jährlich das
Geschlecht wechseln kann, muss es auch möglich sein, das Programm zu ändern.
Weil früher doch sowieso alles besser war. Da waren die Renten noch sicher, und
wer im Sommer mit Skistöcken durch den Stadtpark strolchte, den holte der
Klapsdoktor. Und heute? Wo ist denn noch drin, was draufsteht? Die Ver-packungen
werden bunter, aber der Inhalt schrumpft. Aber nicht in diesem Programm. Mit
seinem Getue und Gemach drückt der Richter kleine gemeine Stachel ins weiche
Fleisch des amüsierwilligen Publikums.
Älterwerden ist nicht schwer – alt zu sein dagegen sehr. So sagte einst ein
kluger Mensch. Wenn morgens der Wecker nicht mehr schrillt und wenn man abends
die Knie einreiben muss – kurz gesagt, wenn das Alter zuschlägt, kann man auch
zurückschlagen. Doch nicht alles ist immer lustig, was der Herr Richter da
erzählt. Denn auch für ihn hält das Leben nicht nur süße Schnapskirschen bereit.
Sich über andere lustig machen, gehört sich nicht. Aber er macht es trotzdem.
Dabei orientiert er sich in der Blüte seines Mittelalters am Beispiel eines
Camemberts – Je reifer, desto besser. Warum macht man Synchronschwimmen ganz
allein? Und warum fühlt sich das Leben manchmal genauso an? In seinem Programm
taucht Richter ab in den absurden Alltag zwischen Wahn und Sinn und dem Versuch,
mit Anmut unterzugehen. Denn am Ende sind wir doch alle ein bisschen
Synchronschwimmer, immer bemüht, im Takt zu bleiben, auch wenn keiner die Musik
hört.
Und wenn wir uns den Zeigefinger sparen, ist das alles einfach nur eines: Ein
Programm voller Schmunzeln und Albernheit. Tauchen Sie ein!
Auf der Bühne solo, aber nicht allein: Ralph Richter